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Croissants, Industriekultur & Gründergeist in Duisburg PDF Drucken E-Mail
Petek Business Breakfast in Duisburg am 07.10.2011

Herbstliches Wetter? Davon ließen sich die Unternehmerinnen nicht abhalten und erschienen wie gewohnt zahlreich zum Business Breakfast in Duisburg. Die rund 30 Teilnehmerinnen trafen sich im Café Mezzomar am Duisburger Innenhafen, um in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam zu frühstücken und sich auszutauschen. Die Location inmitten moderner Architektur und Industriekultur passte zum Programm: Denn Gründerstimmung lag in der Luft!

Das lag natürlich auch an den Rednern, die wertvolle Impulse mit ihren kurzen, dynamischen Vorträgen gaben. Den Auftakt machte Dr. Jens Stuhldreier von der Regionalagentur NiederRhein. Er präsentierte das Thema „Fachkräftemangel“ von neuen Blickwinkeln und betonte konstruktive Ansätze zur Fachkräftesicherung. So müssten etwa die vorhandenen Potenziale in der Bevölkerung viel besser ausgeschöpft werden. Das beinhalte die Anerkennung von ausländischen Abschlüssen ebenso, wie die stärkere Einbindung von Frauen und Migranten in den Arbeitsmarkt.

Für Folke Dreier aus Oberhausen war dieser Punkt sehr wichtig: „Mir ist nicht nur klar geworden, wie viele Fachkräfte fehlen, sondern dass viele Ressourcen in der Gesellschaft ungenutzt bleiben!“ Die Unternehmerin aus Oberhausen ist seit 1999 selbstständig. Sie moderiert, gibt Seminare und arbeitet als Coach für Unternehmer/innen. Die Petek-Treffen nimmt sie schon seit langem wahr: „Bei den Vorträgen erhalte ich wertvolle Informationen, die ich auch an meine Kunden weitergeben kann. Und: Wo bekomme ich sonst so viel internationales Flair?“

Wer in die Runde der engagierten Unternehmerinnen blickte, sah dieses Urteil bestätigt. Hier treffen sich erfolgreiche Frauen aus Deutschland, die ihre Wurzeln weltweit haben.

So wie etwa Sun-Mi Jung. Die 37-jährige betreibt ein Redaktionsbüro und ist Gesellschafterin eines Verlags in Dortmund. Seit 2 Jahren ist sie selbstständig und ist sehr froh, die PETEK Treffen für sich entdeckt zu haben: „ Hier fühle ich mich nicht als Exotin, sondern lerne andere Frauen mit ähnlichen Biografien kennen. Mir gefällt die Stimmung hier und ich glaube, dass mich dieses Netzwerk persönlich und geschäftlich weiterbringen wird.“

Auf großes Interesse stieß die Präsentation von Gülay Demirci und Ahmet Tunc vom Mikrofinanzinstitut DUT in Duisburg. Das junge Unternehmen ist erst seit einigen Monaten auf dem Markt und hat schon über 30 Kredite vergeben. „Der Ansturm ist enorm“, stellte Gülay Demirci fest. „Als Unternehmensberaterin kenne ich die Probleme der Unternehmer bei Aufnahme von Krediten. Viele scheitern an dem Bankenverfahren. An diesem Punkt springen wir ein! Mikrokredite kannte man bisher aus Entwicklungsländern. Sie wurden 1976 in Bangladesh eingeführt, um Kleingewerbetreibenden  eine Chance zu bieten!“

Barbara Küpper, die sich erst vor kurzem als Versicherungskauffrau selbstständig gemacht hat, lobte die Wahl dieses Tagespunkts: „ Ich bin selber auch aus dem Finanzbereich und besaß über Mikrokredite keinerlei Informationen. Das war für mich sehr spannend!“

Im letzten Vortrag des Tages informierte Ivonne Affhüpper über die Arbeit der Wirtschaftsjunioren. „ Auf Bundesebene engagieren sich die Junioren auch politisch. Aber lokal sehen wir das ehrenamtliche Engagement im Vordergrund.“ Dazu gehöre etwa das Bewerbungstraining für Gesamt- und Realschüler in Duisburg. Affhüpper wünscht sich eine stärkere Kooperation der Wirtschaftsjunioren mit dem Unternehmerinnen-Netzwerk PETEK. „Hier sind erfolgreiche Unternehmerinnen mit  Migrationshintergrund vertreten. Sie sind die besten Vorbilder, um gerade dem Nachwuchs zu zeigen: Du kannst es schaffen, wenn du willst!“

„Ein rundum gelungenes Treffen!“ war das Fazit aller Beteiligten.